{"id":10527,"date":"2023-04-10T17:17:35","date_gmt":"2023-04-10T15:17:35","guid":{"rendered":"https:\/\/fdp-aktiv.de\/blog\/?p=10527"},"modified":"2023-04-10T17:17:35","modified_gmt":"2023-04-10T15:17:35","slug":"schaeck-interview-fdp-ist-als-buergerliches-korrektiv-so-wichtig-wie-noch-nie","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/fdp-aktiv.de\/blog\/2023\/04\/10\/schaeck-interview-fdp-ist-als-buergerliches-korrektiv-so-wichtig-wie-noch-nie\/","title":{"rendered":"SCH\u00c4CK-Interview: FDP ist als b\u00fcrgerliches Korrektiv so wichtig wie noch nie"},"content":{"rendered":"<p>SCH\u00c4CK-Interview: FDP ist als b\u00fcrgerliches Korrektiv so wichtig wie noch nie<\/p>\n<p>FDP-Pr\u00e4sidiumsmitglied und Spitzenkandidaten zur B\u00fcrgerschaftswahl in Bremen Thore Sch\u00e4ck gab \u201ewelt.de\u201c das folgende Interview. Die Fragen stellte Anna Schneider:<\/p>\n<div class=\"mceTemp\"><\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Frage: Beim St\u00f6bern im Wahlprogramm der Bremer FDP wird man daran erinnert, dass es in dieser Gegend kein Uber gibt. Wieso lohnt es sich, f\u00fcr Bremen zu k\u00e4mpfen, Herr Sch\u00e4ck?<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Sch\u00e4ck: Uber ist f\u00fcr mich ein ganz wichtiges Thema, weil es um die Liberalisierung eines Marktes geht. Der Taximarkt ist sehr festgefahren, er muss aufgebrochen werden. Ein breites Angebot an individueller Mobilit\u00e4t ist genau das, was wir wollen.<\/p>\n<figure id=\"attachment_10528\" aria-describedby=\"caption-attachment-10528\" style=\"width: 513px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/fdp-aktiv.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/images.jpeg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-10528\" src=\"https:\/\/fdp-aktiv.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/images.jpeg\" alt=\"Thore Sch\u00e4ck\" width=\"513\" height=\"598\" srcset=\"https:\/\/fdp-aktiv.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/images.jpeg 513w, https:\/\/fdp-aktiv.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/images-257x300.jpeg 257w\" sizes=\"auto, (max-width: 513px) 100vw, 513px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-10528\" class=\"wp-caption-text\">Thore Sch\u00e4ck<\/figcaption><\/figure>\n<p>Frage: Nun wird Bremen seit 1945 von Sozialdemokraten regiert, die Bremer sind mit ihrem B\u00fcrgermeister Andreas Bovenschulte zufrieden. Warum also FDP w\u00e4hlen?<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Sch\u00e4ck: Ich sehe die Zufriedenheit der B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger mit der SPD ehrlich gesagt nicht, denn Bremen rangiert in sehr vielen Bereichen ganz weit hinten. Sei es im Bereich Bildung, sei es im Bereich Kriminalit\u00e4tsbek\u00e4mpfung, sei es im Bereich Kinderarmut. Und angesichts einer CDU, die immer st\u00e4rker mit den Gr\u00fcnen und mit den Sozialdemokraten flirtet, ist die FDP als b\u00fcrgerliches Korrektiv so wichtig wie noch nie. Deswegen braucht es weiterhin eine starke FDP in der Bremischen B\u00fcrgerschaft.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Frage: Tats\u00e4chlich ist im Regierungsprogramm der Bremer CDU von einem F\u00f6rderprogramm f\u00fcr Lastenr\u00e4der sowie von der parit\u00e4tischen Besetzung von F\u00fchrungskr\u00e4ften im \u00f6ffentlichen Dienst die Rede \u2013 die Flanke f\u00fcr einen wirklich b\u00fcrgerlichen Kandidaten ist also weit offen. Warum schneidet die FDP in Umfragen trotzdem nicht besser ab?<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Sch\u00e4ck: Die CDU in Bremen ist eine Mogelpackung. Sie gibt sich vermeintlich b\u00fcrgerlich und konservativ, war aber in der Vergangenheit nicht darum verlegen, f\u00fcr eine Regierungsbeteiligung alles aufzugeben. Auch jede eigene inhaltliche Position. Letztendlich ist eine Stimme f\u00fcr die CDU eine Stimme f\u00fcr die Gr\u00fcnen, egal, ob wir \u00fcber solide Finanzpolitik, \u00fcber Verkehrspolitik oder \u00fcber Bildung sprechen. Das sind alles Themen, bei denen die CDU im Zweifelsfall einknicken wird. Wem diese Themen wichtig sind, der muss also die FDP w\u00e4hlen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Frage: Was, wenn der CDU ein Erfolg wie in Berlin gelingt?<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Sch\u00e4ck: Die CDU ist ja schon einmal st\u00e4rkste Kraft in Bremen geworden, 2019. Und was hat uns das eingebrockt? Nach zw\u00f6lf Jahren Rot-Gr\u00fcn gab es weitere vier Jahre Rot-Gr\u00fcn-Rot. Und in Berlin erleben wir gerade, was passiert, wenn die CDU in eine Regierungsbeteiligung eintritt. Als Allererstes ist sie bereit, ein Enteignungsgesetz mitzumachen und eine Ausbildungsstrafabgabe einzuf\u00fchren.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Frage: Bei den f\u00fcnf Landtagswahlen im zur\u00fcckliegenden Jahr sah es f\u00fcr die FDP eher mau aus; im Saarland, in Niedersachsen und in Berlin hat es nicht einmal f\u00fcr das Landesparlament gereicht. Woher genau kommt Ihr Optimismus f\u00fcr Bremen?<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Sch\u00e4ck: Nat\u00fcrlich liefen diese Landtagswahlen alles andere als optimal. Aber jede Wahl steht f\u00fcr sich, ist ein neuer Anfang, eine Chance, etwas zu drehen. Und das gilt in Bremen gerade deswegen, weil wir uns sehr klar in der b\u00fcrgerlichen Mitte positionieren.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Diejenigen, die erwarten, dass man sich jetzt um die wirklich wichtigen Dinge k\u00fcmmert, also um die Themen Wohnen, Leben, Arbeiten, Wirtschaft, Verkehr und innere Sicherheit, die sprechen wir jetzt sehr zielgerichtet an. Wir haben Gegenangebote und k\u00f6nnen, glaube ich, unseren Vorteil als b\u00fcrgerliches Korrektiv komplett ausspielen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Frage: Sozial ist der, der eine wirkliche soziale Ver\u00e4nderung bewirkt, sagen Sie. Sind Sie ein Sozialliberaler?<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Sch\u00e4ck: Nein. Ich w\u00fcrde mich eher der pragmatischen Mitte zuordnen. Ich habe wenig Mu\u00dfe, mich mit irgendwelchen ideologischen Diskussionen zum Selbstbestimmungsgesetz oder zu einer Flat-Tax zu besch\u00e4ftigen. Mich interessiert die Lebensrealit\u00e4t der Bremerinnen und Bremer. Also die Probleme, die wir in dieser Stadt teilweise seit Jahren und Jahrzehnten haben und die jetzt gel\u00f6st werden m\u00fcssen. Eines dieser Themen ist der soziale Aufstieg.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Frage: Nebst Wirtschaft legen Sie in Ihrem Wahlprogramm auch einen Schwerpunkt auf Bildung; blickt man auf den Bund, k\u00f6nnte man meinen, dass die FDP sich bei diesem Thema bislang eher \u00fcberhoben hat.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Sch\u00e4ck: Bildung ist in Deutschland ja L\u00e4ndersache. Der Bund kann nat\u00fcrlich an der einen oder anderen Stelle unterst\u00fctzen. Aber am Ende muss dieses Thema in Bremen bearbeitet werden und nicht im Bund. Es ist schlie\u00dflich fundamental f\u00fcr die Frage des Aufstiegsversprechens.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Frage: Wie sehr schadet die Politik der Ampel-Koalition Ihrem Wahlkampf?<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Sch\u00e4ck: Gar nicht so sehr. Klar, es ist sicherlich nicht das einfachste Regierungsb\u00fcndnis. Aber welche Regierungsb\u00fcndnisse sind schon einfach? Ich finde, dass die Kolleginnen und Kollegen im Bund mit den vielen Dingen, die sie bisher schon durchsetzen konnten, einen sehr guten Beitrag geleistet haben. Und ja, an der einen oder anderen Stelle konnten sie Zusatzbelastungen f\u00fcr die B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger etwa durch h\u00f6here Steuern, durch neue Schulden oder durch Klima-Ma\u00dfnahmen verhindern.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Aber wir machen am Ende einen Wahlkampf f\u00fcr Bremen, darum geht es jetzt. Deswegen: All eyes on Bremen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Frage: Ist die Wahl in Bremen aber umgekehrt relevant f\u00fcr die Bundespolitik?<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Sch\u00e4ck: In Bremen haben wir jetzt 16 Jahre lang sehr, sehr linke Politik erlebt. Erst zw\u00f6lf Jahre Rot-Gr\u00fcn und dann vier weitere Jahre Rot-Gr\u00fcn-Rot. Und wir sehen, dass wir nach dieser Zeit in fast allen Rankings ganz unten stehen. Vieles hat sich also nicht zum Besseren gewendet, und das ist eigentlich ein klares Signal. Wir k\u00f6nnen hier sehr praxisnah miterleben, was eine zu linke Politik, die eigentlich nur ans Verteilen und nicht ans Verdienen denkt, innerhalb von 16 Jahren anrichtet.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Frage: Welche Entscheidung der Ampel hat Sie bisher am meisten geschmerzt?<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Sch\u00e4ck: Ich finde, dass die Entscheidung, Frau Ataman zur Antidiskriminierungsbeauftragten zu machen, schwer auszuhalten ist. Sehr schwer.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Frage: Wenn Sie w\u00e4hlen m\u00fcssten: Team Marie Agnes Strack-Zimmermann oder Team Wolfgang Kubicki?<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Sch\u00e4ck: Beide sind sehr laute Vertreter ihrer Position. Ich ordne mich da keinem Lager zu. Aber ich m\u00f6chte beide nicht missen, weil ich finde, dass sie einen sehr wichtigen Anteil an der Debatte haben. Einer Debatte, die wir notwendigerweise auch in unserer Partei f\u00fchren.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Frage: Ein letztes, ad Bremen. Wie sehr sch\u00e4men Sie sich als Bremer f\u00fcr Jan B\u00f6hmermann?<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Sch\u00e4ck: Wenn Sie mich bitten w\u00fcrden, Ihnen drei Promis zu nennen, mit denen ich gerne mal ein Bier trinken gehen w\u00fcrde, dann w\u00fcrde Herr B\u00f6hmermann da nicht drunter fallen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>SCH\u00c4CK-Interview: FDP ist als b\u00fcrgerliches Korrektiv so wichtig wie noch nie FDP-Pr\u00e4sidiumsmitglied und Spitzenkandidaten zur B\u00fcrgerschaftswahl in Bremen Thore Sch\u00e4ck gab \u201ewelt.de\u201c das folgende Interview. 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