{"id":11279,"date":"2023-05-25T05:35:13","date_gmt":"2023-05-25T03:35:13","guid":{"rendered":"https:\/\/fdp-aktiv.de\/blog\/?p=11279"},"modified":"2023-05-25T05:35:13","modified_gmt":"2023-05-25T03:35:13","slug":"baden-wuerttemberg-hoher-wir-brauchen-einen-zeitgemaessen-umgang-mit-dem-wolf-die-weidetierhaltung-steht-auf-dem-spiel","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/fdp-aktiv.de\/blog\/2023\/05\/25\/baden-wuerttemberg-hoher-wir-brauchen-einen-zeitgemaessen-umgang-mit-dem-wolf-die-weidetierhaltung-steht-auf-dem-spiel\/","title":{"rendered":"Baden-W\u00fcrttemberg &#8211; Hoher: Wir brauchen einen zeitgem\u00e4\u00dfen Umgang mit dem Wolf \u2013 die Weidetierhaltung steht auf dem Spiel"},"content":{"rendered":"<p>Der Artenschutz beim Wolf ist veraltet<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<figure id=\"attachment_9637\" aria-describedby=\"caption-attachment-9637\" style=\"width: 917px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/fdp-aktiv.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/Wolf_2.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-9637\" src=\"https:\/\/fdp-aktiv.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/Wolf_2.png\" alt=\"\" width=\"917\" height=\"520\" srcset=\"https:\/\/fdp-aktiv.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/Wolf_2.png 917w, https:\/\/fdp-aktiv.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/Wolf_2-300x170.png 300w, https:\/\/fdp-aktiv.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/Wolf_2-768x436.png 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 917px) 100vw, 917px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-9637\" class=\"wp-caption-text\">Bild von <a href=\"https:\/\/pixabay.com\/de\/users\/sch\u00e4ferle-3372715\/?utm_source=link-attribution&amp;utm_medium=referral&amp;utm_campaign=image&amp;utm_content=2043464\">Elias<\/a> auf <a href=\"https:\/\/pixabay.com\/de\/\/?utm_source=link-attribution&amp;utm_medium=referral&amp;utm_campaign=image&amp;utm_content=2043464\">Pixabay<\/a><\/figcaption><\/figure>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Welcher Weg ist der richtige im Umgang mit der R\u00fcckkehr des Wolfs in den Schwarzwald? Diese Frage diskutierten der Sprecher f\u00fcr Land- und Forstwirtschaft der FDP\/DVP-Fraktion,\u00a0<strong>Klaus Hoher, <\/strong>der Sprecher f\u00fcr Agrarpolitik,<strong> Georg Heitlinger <\/strong>und der Vorsitzende des Landtagsausschusses Umwelt, Klima und Energiewirtschaft, <strong>Daniel Karrais <\/strong>am Montag (22. Mai) mit <strong>Markus Kaiser <\/strong>(Vorstand Erzeugergemeinschaft Schwarzwald Bio-Weiderind)<strong>, Klaus Lachenmaier <\/strong>(Referent f\u00fcr Wildbiologie Landesjagdverband), <strong>Anette Wohlfarth <\/strong>(Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin Landesschafzuchtverband) und \u00fcber 80 Teilnehmenden in Hinterzarten.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Georg Heitlinger <\/strong>er\u00f6ffnete die Diskussionsrunde: \u201eSeit der R\u00fcckkehr des Wolfes reden sich Wolfsbef\u00fcrworter und Wolfsgegner in der Landesregierung die K\u00f6pfe hei\u00df, ohne dass Bewegung in die Materie gekommen ist. Wir Freie Demokraten setzten uns im Landtag f\u00fcr einen zeitgem\u00e4\u00dfen Umgang mit dem Wolf und eine sachgem\u00e4\u00dfe Diskussion ein. Dass immer mehr W\u00f6lfe zuwandern und wir noch in diesem Jahr mit einer Rudelbildung rechnen m\u00fcssen, stellt Weidetierhalter, Tourismus und die Gesellschaft vor v\u00f6llig neue Herausforderungen, die wir l\u00f6sen m\u00fcssen. Das gelingt aber nur, wenn wir alle beteiligten Akteure wie heute Abend an einen Tisch bringen.\u201c<\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p><strong>Klaus Lachenmaier<\/strong> erg\u00e4nzte: \u201eAktuell leben bei uns drei m\u00e4nnliche W\u00f6lfe im Schwarzwald. Dass bald auch weibliche Tiere zu uns kommen und es zur Rudelbildung kommen wird, ist ein nat\u00fcrlicher biologischer Prozess. Wir sind in Baden-W\u00fcrttemberg stark besiedelt. Der Wolf ist aber sehr flexibel und anpassungsf\u00e4hig. Wir brauchen unb\u00fcrokratische und praxistaugliche M\u00f6glichkeiten zur Entnahme von Problemw\u00f6lfen und wir m\u00fcssen das Wildtiermanagement endlich ganzheitlich betrachten. W\u00e4hrend zum Beispiel das Rotwild bei uns nur auf vier Prozent der Landesfl\u00e4che leben darf, kann sich der Wolf ungehindert ausbreiten. Der Wolf muss in das Schutzmanagement des Jagd- und Wildtiermanagementgesetzes (JWMG) aufgenommen werden.\u201c<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Markus Kaiser<\/strong> schilderte die Situation der Rinderhalter in der Region: \u201eSeit ein Wolf mehrfach auch erwachsene Rinder gerissen hat, ist die Verunsicherung unter uns Betrieben hier im S\u00fcdschwarzwald gro\u00df. Bei uns ist eine Rinderhaltung ohne Weidegang so gut wie nicht m\u00f6glich. Ein Wolfsriss bedeutet immer auch traumatisierte Herden. Wir Viehhalter leben davon, dass unsere K\u00fche und Rinder die unter Naturschutz stehenden Wiesen in den Schwarzwaldh\u00f6hen abgrasen. Der Wolf kann nichts f\u00fcr seine Natur. Er passt aber nicht in die Kulturlandschaft Schwarzwald, denn er ist und bleibt ein Raubtier ohne nat\u00fcrliche Feinde. Es geht hier schlicht um unsere Existenz.\u201c<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Dass eine weitere Ausbreitung des Wolfs im Land die Existenz der Weidetierhaltung bedroht, machte auch <strong>Anette Wohlfarth<\/strong> deutlich: \u201eAlle drei W\u00f6lfe, die bei uns leben, ver\u00fcben regelm\u00e4\u00dfig \u00dcbergriffe auf Weidetiere. Herdenschutzma\u00dfnahmen sch\u00fctzen nicht zu 100 Prozent. Wir brauchen eine Obergrenze. W\u00f6lfe, die \u00fcbergriffig sind, m\u00fcssen umgehend und ohne b\u00fcrokratischen Aufwand entnommen werden. Die Pflege unserer Kulturlandschaft, der Erhalt der Artenvielfalt und das gesellschaftliche Gemeinwohl sind wichtiger als die R\u00fcckkehr des Wolfes.\u201c<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Klaus Hoher<\/strong> erkl\u00e4rte: \u201eDie Landesregierung muss aus ihrem ideologischen M\u00e4rchen vom guten Wolf erwachen und unserer Forderung nachkommen, den Wolf in das Schutzmanagement des JWMG aufzunehmen. Das JWMG erm\u00f6glicht ein abgestimmtes Handlungsmanagement zwischen Jagd und Naturschutz.\u00a0Stattdessen ruft das Land zum Wettr\u00fcsten mit Herdenschutzma\u00dfnahmen auf. Fl\u00e4chendeckend aufgestellte Schutzz\u00e4une aber zerschneiden das Landschaftsbild in allen Regionen massiv. Das hat negative Folgen f\u00fcr andere Wildtiere und beeinflusst langfristig auch den Tourismus in der Region negativ. Auch diesen Faktor d\u00fcrfen wir in der Diskussion nicht vernachl\u00e4ssigen.\u201c<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Daniel Karrais<\/strong> zog Res\u00fcmee: \u201eEs gibt im Umgang mit dem Wolf noch viel zu tun, wesentlich ist ein guter Dialog mit und zwischen allen Beteiligten. Extrempositionen helfen uns nicht weiter. Die Kosten\u00fcbernahme von Herdenschutzma\u00dfnahmen sowie die Entsch\u00e4digungszahlungen m\u00fcssen weniger b\u00fcrokratisch zu gestaltet werden. Auf europ\u00e4ischer Ebene ist deshalb eine Status\u00e4nderung in der FFH-Richtlinie von Anhang IV \u201estreng gesch\u00fctzt\u201c zu Anhang V \u201ebedingt gesch\u00fctzt\u201c geboten. In jedem Fall aber brauchen wir ein rechtssicheres Bestandsmanagement. Dieses muss letztlich auch europarechtskonform ausgestaltet sein. Daf\u00fcr setzen wir Freie Demokraten uns auf Landes- und Bundesebene ein.\u201c<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Artenschutz beim Wolf ist veraltet &nbsp; &nbsp; Welcher Weg ist der richtige im Umgang mit der R\u00fcckkehr des Wolfs in den Schwarzwald? 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