{"id":11770,"date":"2023-06-18T09:18:25","date_gmt":"2023-06-18T07:18:25","guid":{"rendered":"https:\/\/fdp-aktiv.de\/blog\/?p=11770"},"modified":"2023-06-18T09:18:25","modified_gmt":"2023-06-18T07:18:25","slug":"schleswig-holstein-heiner-garg-zu-top-19-keine-zusaetzliche-finanzielle-belastung-der-versicherten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/fdp-aktiv.de\/blog\/2023\/06\/18\/schleswig-holstein-heiner-garg-zu-top-19-keine-zusaetzliche-finanzielle-belastung-der-versicherten\/","title":{"rendered":"Schleswig-Holstein &#8211; Heiner Garg zu TOP 19 &#8220;Keine zus\u00e4tzliche finanzielle Belastung der Versicherten&#8221;"},"content":{"rendered":"<p>In seiner Rede zu TOP TOP 19 (Keine zus\u00e4tzliche finanzielle Belastung der Versicherten)\u00a0erkl\u00e4rt\u00a0der gesundheitspolitische Sprecher der FDP-Landtagsfraktion,<strong>\u00a0Heiner Garg:<\/strong><\/p>\n<p>\u201eWas h\u00e4tte man sich alles vorstellen k\u00f6nnen, was man in so einem Interview erw\u00e4hnen k\u00f6nnte? Und da bin ich anderer Meinung als der Kollege Hansen: Solch ein Interview wird in der Fachwelt schon wahrgenommen und das wird in der Fachwelt diskutiert. Man hat die Chance, in einer Fachpublikation einfach mal einen Punkt zu setzen. So habe ich das auch wahrgenommen, Frau Ministerin. Sie wollten einen Punkt setzen und mit etwas Eigenem r\u00fcberkommen. Wenn das ihre Auffassung ist, dann ist das erstmal so zu akzeptieren. Ich habe \u00fcbrigens eine g\u00e4nzlich andere Auffassung \u00fcber die Wirkungsweise, als Sie es dargestellt haben. Man muss aber auch damit leben, dass hier politisch dar\u00fcber diskutiert und gestritten wird. Da spielt es \u00fcberhaupt keine Rolle, ob es auf Bundesebene entschieden wird oder nicht.<\/p>\n<p>Worum es mir geht ist, dass Sie mit der Diskussion etwas erreicht haben, was ich besonders schade finde. Sie haben es zumindest schwerer gemacht, tats\u00e4chlich eine Auseinandersetzung anzusto\u00dfen, wie wir es in Deutschland hinbekommen k\u00f6nnen, dass wir endlich eine intelligente Patientensteuerung etablieren. Sie h\u00e4tten beispielsweise \u00fcber ein vern\u00fcnftiges Entlassmanagement reden k\u00f6nnen. Sie h\u00e4tten \u00fcber Patientinnen- und Patientenpfade reden k\u00f6nnen. Sie h\u00e4tten \u00fcber neue Schnittstellen, Professionen zur Assistenz ambulanter Versorgung sprechen k\u00f6nnen. Warum ausgerechnet dieses wirklich sinnlose Instrument der Praxisgeb\u00fchr, die nachhaltig weder zu deutlich h\u00f6heren Einnahmen f\u00fchrt noch in Wahrheit die Arzt-Patientinnen- und Patienten-Kontakte in Deutschland reduziert hat? Das bleibt Ihr Geheimnis, Frau Ministerin.<\/p>\n<p>Ich vermisse eine wirklich kraftvolle Diskussion dar\u00fcber, wie wir in Zukunft eigentlich den Herausforderungen in der Versorgung gerecht werden. Mit Sicherheit nicht mit einer Praxisgeb\u00fchr von zehn, 20 oder 50 Euro f\u00fcr Patientinnen und Patienten, die gesetzlich versichert sind. Ganz bestimmt nicht. Wir sehen doch das Dilemma, wie schwierig es ist, eine Krankenhausstruktur, die deutschlandweit nicht mehr zu den Versorgungsnotwendigkeiten passt, zu reformieren. Wir wissen, dass fast zweitausend niedergelassene \u00c4rztinnen und \u00c4rzte in Schleswig-Holstein in den n\u00e4chsten f\u00fcnf Jahren nicht mehr bei der Versorgung dabei sein werden. Wir wissen auch, dass wir f\u00fcr jeden und f\u00fcr jede, der geht, zwischen zwei und drei neue K\u00f6pfe brauchen. Vor dem Hintergrund ist es mir wirklich zu einfach, dar\u00fcber zu philosophieren, ob Versicherte sich an ihren Krankenhauskosten oder an ihren Praxisbesuchen in irgendeiner Art und Weise finanziell beteiligen sollen. Wir m\u00fcssen uns grunds\u00e4tzlich dar\u00fcber unterhalten, wie wir es schaffen, diese Versorgungsbedarfe personell zu hinterlegen.<\/p>\n<p>Zweitens m\u00fcssen wir uns dar\u00fcber unterhalten, wie wir tats\u00e4chlich eine Patientensteuerung hinbekommen. Hierf\u00fcr sind die Arzt-Patientinnen- und Patientenkontakte ein wunderbares Beispiel. Ich will mich gar nicht dar\u00fcber streiten, ob es zw\u00f6lf oder 18 pro Jahr sind &#8211; je nachdem wie man z\u00e4hlt und ab wann man z\u00e4hlt. In den skandinavischen L\u00e4ndern, allerdings auch in vielen anderen europ\u00e4ischen L\u00e4ndern, sind die Arzt-Patientinnen- und Patientenkontakte um ein Drittel niedriger. Und trotzdem ist die allgemeine Lebenserwartung in diesen L\u00e4ndern oft sogar h\u00f6her und die Lebensqualit\u00e4t ist auch im hohen Alter, und das ist eigentlich das Entscheidende, in der Regel h\u00f6her als in Deutschland. Also stimmt doch hier etwas nicht in der Versorgung. Deswegen brauchen wir mehr als das Herumgedoktere am System. Ich will Ihnen eines sagen und das kostet die Patientinnen und Patienten nichts, jedenfalls nicht direkt: Wenn wir es endlich schaffen w\u00fcrden, intelligente digitale Instrumente, die es in anderen L\u00e4ndern wie zum Beispiel in Norwegen oder den baltischen Staaten bereits gibt, zu etablieren. Und was leisten wir uns? In 19 Jahren hat die Thematik 21 Milliarden Euro verbrannt und wir haben bis heute keine funktionierende elektronische Patientenakte. Das w\u00e4ren Instrumente und M\u00f6glichkeiten zur Patientensteuerung.<\/p>\n<p>Abschlie\u00dfend habe ich noch eine Bitte: Frau Ministerin, sagen Sie doch etwas dazu, wie so ein Artikel entstanden ist, und sagen Sie, dass Sie in Wahrheit diesen Prozess auch nicht innerhalb der Union ansteuern wollen, sondern dass sehr schnell von Ihnen ein moderner fortschrittlicher Vorschlag kommt, wie man in Zukunft intelligente Patientinnen- und Patientensteuerung auf den Weg bringt, um der Versorgungssicherung &#8211; f\u00fcr eine \u00e4lterwerdende Bev\u00f6lkerung &#8211; wenigstens ein St\u00fcckchen n\u00e4her zu kommen, was die Hauptaufgabe der <a href=\"https:\/\/fdp-aktiv.de\/blog\/2021\/01\/29\/fdp-forderung-gesundheitspolitik-2\/\" data-internallinksmanager029f6b8e52c=\"9\" title=\"FDP Forderung Gesundheitspolitik\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Gesundheitspolitik<\/a> ist.\u201c<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In seiner Rede zu TOP TOP 19 (Keine zus\u00e4tzliche finanzielle Belastung der Versicherten)\u00a0erkl\u00e4rt\u00a0der gesundheitspolitische Sprecher der FDP-Landtagsfraktion,\u00a0Heiner Garg: \u201eWas h\u00e4tte man sich alles vorstellen k\u00f6nnen, was man in so einem [&#8230;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":6015,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[123],"tags":[3548,814,296],"class_list":["post-11770","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-gesundheit","tag-digitale-patientenakte","tag-fdp-lsh","tag-heiner-garg"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/fdp-aktiv.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/11770","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/fdp-aktiv.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/fdp-aktiv.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/fdp-aktiv.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/fdp-aktiv.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=11770"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/fdp-aktiv.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/11770\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":11772,"href":"https:\/\/fdp-aktiv.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/11770\/revisions\/11772"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/fdp-aktiv.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media\/6015"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/fdp-aktiv.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=11770"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/fdp-aktiv.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=11770"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/fdp-aktiv.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=11770"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}