{"id":15950,"date":"2025-09-29T16:50:36","date_gmt":"2025-09-29T14:50:36","guid":{"rendered":"https:\/\/fdp-aktiv.de\/blog\/?p=15950"},"modified":"2025-09-29T16:50:36","modified_gmt":"2025-09-29T14:50:36","slug":"ruelke-gastbeitrag-duerfen-uns-von-zugewanderten-nicht-auf-der-nase-herumtanzen-lassen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/fdp-aktiv.de\/blog\/2025\/09\/29\/ruelke-gastbeitrag-duerfen-uns-von-zugewanderten-nicht-auf-der-nase-herumtanzen-lassen\/","title":{"rendered":"R\u00dcLKE-Gastbeitrag: D\u00fcrfen uns von Zugewanderten nicht auf der Nase herumtanzen lassen"},"content":{"rendered":"<div class=\"clearfix text-formatted field field--name-body field--type-text-with-summary field--label-hidden field__item\">\n<p>FDP-Pr\u00e4sidiumsmitglied Dr. Hans-Ulrich R\u00fclke MdL schrieb f\u00fcr \u201eFOCUS online\u201c folgenden Gastbeitrag:<\/p>\n<p>Politiker sollten sich zu Deutschland bekennen. Wohlverstandener Nationalstolz ist jenes Selbstbewusstsein, das attraktiv macht \u2013 ob f\u00fcr Integration oder daf\u00fcr, das Land zu verteidigen. Beides funktioniert derzeit nur sehr eingeschr\u00e4nkt.<\/p>\n<p>Die parlamentarische Demokratie, die freiheitlich-demokratische Grundordnung \u2013 ja, die ganze Bundesrepublik Deutschland ist gro\u00dfen Bedrohungen ausgesetzt: Von Verfassungsfeinden im Inneren und von feindlichen M\u00e4chten im \u00c4u\u00dferen. In dieser Lage ist dringend eine Selbstvergewisserung notwendig, in der demokratische Politiker mit einem klaren Bekenntnis vorangehen sollten: Ja, ich liebe dieses Land und ich bin stolz auf die Bundesrepublik Deutschland.<\/p>\n<p>Darauf, wie es gelungen ist, auf den Tr\u00fcmmern der verbrecherischen Nazidiktatur ein freies, friedliches, fortschrittliches Land zu bauen, mit einem Wohlstandsversprechen f\u00fcr alle. Darauf, wie nach einem Jahrtausend der europ\u00e4ischen Bruderkriege die Auss\u00f6hnung mit unseren Nachbarn gelungen ist.<\/p>\n<p>Auf die friedliche Revolution in der zweiten deutschen Diktatur und die friedliche Wiedervereinigung. Auf eine der besten und freiheitlichsten Verfassungen der Welt und darauf, dass der Auftrag aus der Pr\u00e4ambel \u201eals gleichberechtigtes Glied in einem vereinten Europa dem Frieden in der Welt zu dienen\u201c tats\u00e4chlich gelebt wird.<\/p>\n<p>Dabei muss endlich auch selbstbewusst ausgesprochen werden, dass deutsche Politiker selbstverst\u00e4ndlich deutsche Interessen zu vertreten haben. Jede Entscheidung, jeder ausgegebene Steuerzahler-Euro muss sich daran messen lassen.<\/p>\n<p>Dabei muss man aber auch transparent machen, was \u00fcberhaupt deutsche Interessen sind \u2013 gerade auch im europ\u00e4ischen Kontext: Freier Handel, der die Grundlage unseres Wohlstands ist und uns als Kunden eine gro\u00dfe Auswahl hochwertiger G\u00fcter zu g\u00fcnstigen Preisen zur Verf\u00fcgung stellt. Die friedliche L\u00f6sung von Interessenskonflikten. Europ\u00e4ische Integration ist nicht nur ein sch\u00f6nes Ideal, sondern vor allem im deutschen Interesse.<\/p>\n<p>Bei aller Kritik am Ausbleiben dringend notwendiger Reformen, an der blinden Staatsgl\u00e4ubigkeit handelnder Personen und an getroffenen Fehlentscheidungen etwa bei der Steuerung von Migration oder auch bei der Umsetzung der deutschen Einheit muss man immer wieder daran erinnern, dass das politische System der Bundesrepublik doch mit gro\u00dfem Abstand das Beste ist, das wir je hatten.<\/p>\n<p>Das unterscheidet konstruktive von destruktiver Kritik. Bei Politikern vom linken und rechten Rand trieft aus jeder Pore, dass sie\u00a0<em>dieses\u00a0<\/em>Deutschland hassen. Ob sie nun zur ersten oder zur zweiten deutschen Diktatur zur\u00fcckwollen, es sind gleicherma\u00dfen Verr\u00e4ter an den Interessen der deutschen Bev\u00f6lkerung.<\/p>\n<p>Dies zeigt sich am offensichtlichsten in der Au\u00dfenpolitik, in der der aggressive Diktator vor unserer Haust\u00fcre aufs Heftigste verteidigt wird. Ob diese Politiker gekauft sind, ihr Handeln intellektuell nicht zu Ende denken oder einfach Deutschland aus ideologischen Gr\u00fcnden ablehnen: Niemals d\u00fcrfen wir ihnen unser Land \u00fcberlassen.<\/p>\n<p>Klar muss auch sein: Patriotismus darf dabei nicht in die Herabw\u00fcrdigung des anderen umschlagen. Eine rassistische Identit\u00e4tspolitik von rechts, welche die Nation in erster Linie als Blutsbande eigener \u00dcberlegenheit versteht, ist \u00e4hnlich einf\u00e4ltig und historisch noch zerst\u00f6rerischer als die woke Identit\u00e4tspolitik von links, die Menschen in Schubladen presst und dann versucht, die Schubladen gleichzumachen.<\/p>\n<p>Wohlverstandener Nationalstolz ist jenes Selbstbewusstsein, das attraktiv macht \u2013 ob f\u00fcr Integration oder daf\u00fcr, das Land zu verteidigen. Beides funktioniert derzeit nur sehr eingeschr\u00e4nkt.<\/p>\n<p>Die\u00a0Vers\u00e4umnisse bei der Integration\u00a0kennt jeder aus dem Alltag, sie lassen sich an jedem Hauptbahnhof beobachten, bei jeder Demo auf der zur Ausrufung eines Kalifats oder zum Mord an Juden aufgerufen wird.<\/p>\n<p>Auch die Verteidigungsbereitschaft ist kaum gegeben. In einer aktuellen Umfrage sagten nur 16 Prozent der Befragten, dass sie im Verteidigungsfall auf jeden Fall bereit w\u00e4ren, Deutschland zu verteidigen. Weitere Prozent gaben an, dies wahrscheinlich tun zu wollen.<\/p>\n<p>Ein Anfang w\u00e4re, unsere Symbole mit Stolz zu tragen: Von einer h\u00f6heren Sichtbarkeit der Bundesflagge im \u00f6ffentlichen Raum \u00fcber das Abspielen der Nationalhymne bei \u00f6ffentlichen Veranstaltungen bis hin zu bundesweiten Feierlichkeiten zum Tag der Deutschen Einheit.<\/p>\n<p>In Bezug auf Integration m\u00fcssen die deutschen Interessen nicht nur definiert werden, sie m\u00fcssen auch umgesetzt werden. Beispielsweise hat die FDP in der letzten Bundesregierung durchgesetzt, dass Antisemitismus ein zwingendes Ausschlusskriterium f\u00fcr eine Einb\u00fcrgerung ist. Ist die Einb\u00fcrgerung unter Vorspiegelung falscher Tatsachen erfolgt, ist sie r\u00fcckg\u00e4ngig zu machen \u2013 dies ist selbst dann m\u00f6glich, wenn der Betroffene dabei staatenlos wird.<\/p>\n<p>Bisher fehlt jedoch in den Landesregierungen der politische Wille, das wirklich mit letzter Konsequenz durchzusetzen. Dabei w\u00e4re dies das sichtbarste m\u00f6gliche Signal, dass wir klare Erwartungshaltungen an Zugewanderte definieren und uns nicht auf der Nase herumtanzen lassen.<\/p>\n<p>In Bezug auf die Verteidigung ist die allgemeine Befragung junger Menschen zu begr\u00fc\u00dfen, sie verdeutlicht die Verantwortung, sich dar\u00fcber Gedanken zu machen, was einem wichtig ist im Leben \u2013 und zwar nicht erst, wenn die eigene Familie ermordet, vergewaltigt, gefoltert wird. Verteidigungsbereitschaft sollte jedoch schon vorher einen m\u00f6glichen Aggressor abschrecken, damit der Frieden von vorneherein gesichert werden kann. Deeskalation durch St\u00e4rke.<\/p>\n<p>Es ist in diesem Zusammenhang kl\u00fcger, junge Menschen zu \u00fcberzeugen, als sie zu zwingen. Gleichzeitig ist aber die Bundesregierung in der Verantwortung, ihre Wertsch\u00e4tzung f\u00fcr die Soldatinnen und Soldaten zu zeigen \u2013 und zwar nicht nur mit warmen Worten.<\/p>\n<p>Eine ifo-Studie hat im Jahr 2024 errechnet, dass es die deutsche Volkswirtschaft\u00a0im Vergleich zur Wehrpflicht\u00a0nur die H\u00e4lfte kosten w\u00fcrde, die Bundeswehr zu einem attraktiveren Arbeitgeber zu machen und beispielsweise Wehrdienstleistende besser zu bezahlen. Dass die Bundesregierung hier trotz der ihr gew\u00e4hrten Ausnahmen von der Schuldenbremse nicht t\u00e4tig wird, ist v\u00f6llig unverst\u00e4ndlich.<\/p>\n<p>Wer das Land in die Zukunft f\u00fchren will, muss unsere freiheitlich-demokratische, friedliche Identit\u00e4t selbstbewusst leben \u2013 dann kann ein gesunder Patriotismus der Kitt werden, der unser Land zusammenh\u00e4lt.<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>FDP-Pr\u00e4sidiumsmitglied Dr. Hans-Ulrich R\u00fclke MdL schrieb f\u00fcr \u201eFOCUS online\u201c folgenden Gastbeitrag: Politiker sollten sich zu Deutschland bekennen. 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