{"id":15993,"date":"2026-01-05T16:41:20","date_gmt":"2026-01-05T15:41:20","guid":{"rendered":"https:\/\/fdp-aktiv.de\/blog\/?p=15993"},"modified":"2026-01-05T16:41:20","modified_gmt":"2026-01-05T15:41:20","slug":"duerr-interview-millionen-menschen-sehnen-sich-nach-einer-radikalen-reformkraft","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/fdp-aktiv.de\/blog\/2026\/01\/05\/duerr-interview-millionen-menschen-sehnen-sich-nach-einer-radikalen-reformkraft\/","title":{"rendered":"D\u00dcRR-Interview: Millionen Menschen sehnen sich nach einer radikalen Reformkraft"},"content":{"rendered":"<div class=\"clearfix text-formatted field field--name-body field--type-text-with-summary field--label-hidden field__item\">\n<p>Christian D\u00fcrr, FDP-Bundesvorsitzender gab der \u201eWELT am Sonntag\u201c und \u201ewelt.de\u201c das folgende Interview. Die Fragen stellte Thorsten Jungholt.<\/p>\n<p><strong>Frage:<\/strong> Christian Lindner ist jetzt Autoh\u00e4ndler, Otto Fricke f\u00fchrt den Deutschen Olympischen Sportbund, Johannes Vogel arbeitet als Personalvorstand von Eurowings. Bedauern Sie, nach dem Scheitern der FDP bei der Bundestagswahl in der Politik geblieben zu sein, Herr D\u00fcrr?<\/p>\n<p><strong>Christian D\u00fcrr:<\/strong> Nein. Politik ist meine Leidenschaft. Nat\u00fcrlich habe ich nach der Bundestagswahl reflektiert, aber ich bin heute mehr denn je \u00fcberzeugt: Das politische Angebot, das ich mit der FDP machen m\u00f6chte, muss es in Deutschland geben.<\/p>\n<p><strong>Frage:<\/strong> Die Deutschen scheinen die FDP nicht zu vermissen, in Umfragen und bei der Kommunalwahl in NRW lagen Sie zuletzt deutlich unter 5 Prozent. Woran liegt das?<\/p>\n<p><strong>D\u00fcrr:<\/strong> Wir sind in der Erneuerung. Und ich will, dass wir jetzt zum Jahresauftakt zeigen, dass wir der Gegenentwurf zum aktuellen politischen Stillstand im Land sind. Die Menschen waren nicht nur von der FDP entt\u00e4uscht, sondern sind es auch von Union, SPD und Gr\u00fcnen \u2013 von der politischen Mitte insgesamt. Davon haben bislang nur die Extremisten profitiert. Was fehlt, ist eine echte, auch radikale Reformkraft in der Mitte. Genau dieses Angebot muss die FDP machen: Wir sind nicht mehr Status Quo. Ich habe keine Sorge, dass es daf\u00fcr nicht gen\u00fcgend Menschen gibt \u2013 im Gegenteil, das k\u00f6nnte fast eine Massenbewegung sein. Mein Anspruch ist, dass die FDP in der Wahrnehmung der Menschen genau diese Reformkraft ist.<\/p>\n<p><strong>Frage:<\/strong> Ist das Scheitern der FDP nicht eher ein Beleg f\u00fcr die These des \u00d6konomen Philip Pilkington, dass wir l\u00e4ngst in einer postliberalen Frageordnung leben?<\/p>\n<p><strong>D\u00fcrr:<\/strong> Das halte ich f\u00fcr Quatsch. Das hie\u00dfe ja, wir leben in einer Frageordnung, in der Freiheit vorbei ist. Als Vorsitzender der Partei der Freiheit halte ich das f\u00fcr abwegig. Wenn ich ernsthaft glauben w\u00fcrde, dass Systeme erfolgreich sind, in denen autorit\u00e4re Herrscher den Weg vorgeben, m\u00fcsste ich mit Politik aufh\u00f6ren. Ja, China hat technologische Erfolge. Ich glaube trotzdem nicht, dass das Gesellschaftssystem \u00fcberlegen ist. Andere Autokraten k\u00f6nnen ihre Macht \u2013 siehe Russland \u2013 nur sichern, indem sie Kriege anfangen. Das Problem ist nicht die Freiheit, sondern dass der Westen, insbesondere Europa, derzeit keine starke Gegenantwort hat.<\/p>\n<p><strong>Frage:<\/strong> Mal konkret: Was ist ihre Antwort auf die wirtschaftliche Schw\u00e4che Deutschlands?<\/p>\n<p><strong>D\u00fcrr:<\/strong> Junge Menschen k\u00f6nnen sich in Deutschland kaum Verm\u00f6gen aufbauen. Das f\u00fchrt zu Systemzweifeln, obwohl die Leute ranklotzen. Ich sage bewusst: Die FDP ist nicht die Schutzmacht derjenigen, die schon alles erreicht haben, sie ist die Schutzmacht derer, die sich durch eigene Leistung etwas aufbauen wollen. Ganz konkret: Junge Gr\u00fcnder bekommen vielleicht Kapital, scheitern aber sp\u00e4testens am deutschen Arbeitsrecht. Ein Start-up braucht gerade in der Wachstumsphase Flexibilit\u00e4t, muss auch mal Personal abbauen k\u00f6nnen. Wenn wir zum Beispiel f\u00fcr hochqualifizierte Fachkr\u00e4fte in Start-ups den vollen K\u00fcndigungsschutz wie in Gro\u00dfunternehmen anwenden, werden viele dieser Unternehmen gar nicht erst in Deutschland gegr\u00fcndet. Wir zerst\u00f6ren unsere Chancen durch einen \u00fcbergriffigen Staat. Der volle K\u00fcndigungsschutz ist f\u00fcr hochbezahlte Fachkr\u00e4fte fehl am Platz. Es braucht den starken Staat an anderer Stelle.<\/p>\n<p><strong>Frage:<\/strong> Wo?<\/p>\n<p><strong>D\u00fcrr:<\/strong> Bei der Bildung. Deutschland ist ein schwacher Bildungsstaat. Ich will, dass wir die Mittel bereitstellen, damit in jeder ersten Klasse alle Kinder ausreichend Deutsch k\u00f6nnen. Das ist realistisch und machbar, aber nicht priorisiert. Und noch ein Beispiel f\u00fcr einen radikalen Gegenentwurf zum Status Quo: Wir m\u00fcssen in der Migrationspolitik komplett anders denken. Bei der Einwanderung muss Asyl die absolute Ausnahme sein und Arbeitsmigration die absolute Regel. Es muss leichter sein, nach Deutschland zu kommen, um zu arbeiten, als in den Sozialstaat einzuwandern. Mein Vorschlag: Jeder, der einen Arbeitsvertrag hat und so viel verdient, dass er Steuern und Abgaben zahlt, soll unkompliziert kommen d\u00fcrfen \u2013 im Gegenzug aber keine Sozialleistungen beziehen. Man kann nicht gleichzeitig einen riesigen Sozialstaat und v\u00f6llig offene Grenzen haben.<\/p>\n<p><strong>Frage:\u00a0 <\/strong>Aus der Pluralit\u00e4t der Meinungen scheint in Deutschland eine Fragmentierung der Fragezug\u00e4nge zu werden, eine Verfeindlichung der politischen Lager. L\u00e4sst sich diese Entwicklung aufhalten?<\/p>\n<p><strong>D\u00fcrr: <\/strong>Politische Lager haben sich immer bek\u00e4mpft, der Wettbewerb geh\u00f6rt zur Demokratie dazu. Das Problem ist, daraus entsteht kein Fortschritt mehr. Es gibt unterschiedliche Positionen, es wird laut gebr\u00fcllt, aber es \u00e4ndert sich nichts. Weil bei den Parteien der Mitte in Wahrheit die Unterscheidbarkeit verloren gegangen ist. Nehmen Sie die Rente: Die SPD ist f\u00fcr Leistungsausweitung, die CSU ist es auch. Und damit auch die CDU, trotz der Jungen Gruppe. Das sorgt f\u00fcr Frustration vieler Menschen in Deutschland, dass die Rhetorik sich unterscheidet, aber die Agenda nicht.<\/p>\n<p><strong>Frage:<\/strong> Was erwarten Sie von der Rentenkommission der Regierung?<\/p>\n<p><strong>D\u00fcrr:<\/strong> Weiter Status quo. Diese Bundesregierung steht f\u00fcr mehr Schulden und eine Staatsquote von \u00fcber 50 Prozent. Und die Union macht bei zentralen Fragen mit \u2013 etwa wenn Friedrich Merz daf\u00fcr wirbt, Sozialabgaben auch auf Kapitalertr\u00e4ge der Altersvorsorge zu erheben. Wer uns \u00f6konomisch schw\u00e4cht, wie es diese Bundesregierung tut, schw\u00e4cht uns auch geopolitisch. Putin wird diese Schw\u00e4che brutal ausnutzen. Unsere \u00f6konomische Schw\u00e4che f\u00fchrt zu geopolitischer Schw\u00e4che.<\/p>\n<p><strong>Frage:<\/strong> Was halten Sie von der Idee, eingefrorene russische Staatsverm\u00f6gen f\u00fcr die Ukraine zu nutzen \u2013 trotz der Bedenken f\u00fcr die Rechtssicherheit in Europa?<\/p>\n<p><strong>D\u00fcrr:<\/strong> Putin hat V\u00f6lkerrecht und Rechtssicherheit in Frage gestellt, insofern halte ich diese Debatte f\u00fcr legitim. Dass sich der Kanzler damit nicht in Br\u00fcssel nicht durchsetzen konnte, zeigt dass er wieder nur angek\u00fcndigt hat, ohne liefern zu k\u00f6nnen. Die Hoffnung des Bundeskanzlers ist offenbar: au\u00dfenpolitisch klar auftreten, innenpolitisch wenig ver\u00e4ndern. Das ist ein kapitaler Fehler. Die Menschen haben den Eindruck eines \u00e4hnlichen Stillstands wie in der Ampel \u2013 nur mit unendlich viel mehr Schulden. Diese Politik ist doppelt gef\u00e4hrlich: Sie f\u00fchrt aus meiner Sicht in den wirtschaftlichen Niedergang und macht uns politisch schwach gegen\u00fcber Putin.<\/p>\n<p><strong>Frage:<\/strong> Wird die Bundesregierung ihre Amtszeit durchhalten?<\/p>\n<p><strong>D\u00fcrr:<\/strong> Unabh\u00e4ngig davon, ob sie h\u00e4lt: Politisch ist sie bereits gescheitert. Sp\u00e4testens mit der Abstimmung \u00fcber das Rentenpaket ist deutlich geworden, dass man Politik macht, die man selbst f\u00fcr falsch h\u00e4lt, nur um an der Macht zu bleiben. Ob das Kabinett bis zum Ende der Legislaturperiode zusammenbleibt, steht in den Sternen. Aber die Menschen in Deutschland haben ihr Urteil \u00fcber diese Regierung bereits gef\u00e4llt \u2013 nach wenigen Monaten.<\/p>\n<p><strong>Frage:<\/strong> Welche Bedeutung haben die Landtagswahlen 2026 in Baden-W\u00fcrttemberg und Rheinland-Pfalz f\u00fcr die FDP?<\/p>\n<p><strong>D\u00fcrr:<\/strong> Das sind ganz wichtige Meilensteine \u2013 wie nach 2013, als wir durch Landtagswahlerfolge aus der au\u00dferparlamentarischen Opposition zur\u00fcckkamen. In Baden-W\u00fcrttemberg macht unser Spitzenkandidat Hans-Ulrich R\u00fclke ein Angebot des radikalen Staatsumbaus: weniger Verwaltungsebenen, nur 13 Regionalkreise statt eines aufgebl\u00e4hten Apparats, Verkleinerung des Landtags. Politik muss zeigen, dass sie auch bei sich selbst sparen kann. Diese Linie vertritt nur die FDP.<\/p>\n<p><strong>Frage:<\/strong> Ihr Stellvertreter Wolfgang Kubicki sagt, in der FDP gehe vor diesen Wahlen \u201edie Muffe\u201c. Wie geht es Ihnen?<\/p>\n<p><strong>D\u00fcrr:<\/strong> Ich bin konzentriert \u2013 und habe Freude an der politischen Auseinandersetzung. Ich f\u00fchle mich befreit, dass wir nicht mehr Teil des Status-quo-Lagers sind. Ich glaube, es gibt Millionen Menschen, die sich nach einer radikalen Reformkraft sehnen, die die liberale Demokratie sch\u00fctzt, aber merkt, dass dieser Staat nicht so bleiben kann, wie er ist. Ich will, dass die FDP diesen Mut aufbringt.<\/p>\n<p><strong>Frage:<\/strong> Ist die FDP-F\u00fchrung aktuell ein Team?<\/p>\n<p><strong>D\u00fcrr:<\/strong> Ja. Ich habe gerade im Bundesvorstand unsere neue Strategie vorgestellt \u2013 mit breiter Zustimmung. Unser Learning ist: Man kann nur dann wieder mit Macht gestalten, wenn man gr\u00f6\u00dfere Teile der Bev\u00f6lkerung hinter sich wei\u00df. Nicht alle Status-Quo-Kritiker werden die FDP w\u00e4hlen, ich bin nicht naiv. Aber der \u00fcberwiegende Teil der Menschen in diesem Land sind genervt vom Stillstand. Unternehmer, gerade Familienunternehmer, sagen mir: wir wollen weniger Regeln, weniger Subventionen, weniger Eingriffe.<\/p>\n<p><strong>Frage:<\/strong> Sie haben sich nach der Niederlage Zeit f\u00fcr eine Analyse genommen. SPD und Gr\u00fcne machten einfach weiter. Riskieren Sie mit Zur\u00fcckhaltung nicht eine Schweigespirale?<\/p>\n<p><strong>D\u00fcrr:<\/strong> Bei mir gibt es keine Zur\u00fcckhaltung. Ich glaube aber, die Menschen erwarten nach einer Niederlage, dass man fragt, was man falsch gemacht hat. Wir haben Fehler gemacht, keine Frage. Der Unterschied ist: Wir haben Konsequenzen gezogen, als einzige Partei. Und wir zeigen nun, wie wir es besser machen wollen: mit dem Projekt einer radikalen Reformkraft in der Mitte. Die Nachfrage ist riesig. Wenn man nicht wei\u00df, wof\u00fcr man steht, und jeden Tag nur eine neue Sau durchs Dorf treibt, ist man in der Politik fehl am Platz. Ich kann hiermit zusagen: Die FDP geht nie wieder in eine Koalition, ohne die verbindliche Zusage f\u00fcr gr\u00f6\u00dfere Reformprojekte auszuhandeln. Wenn diese Reformprojekte von breiten Teilen der Bev\u00f6lkerung getragen werden, geht das auch in Koalitionsregierungen.<\/p>\n<p><strong>Frage:<\/strong> Innerhalb und au\u00dferhalb der FDP entstehen neue Gruppierungen, die sich Liberaler Fortschritt, Ottos Erben oder Liberale Mitte nennen. Thomas Kemmerich ist zu Frauke Petrys \u201eTeam Freiheit\u201c gewechselt. Sehen Sie Separatismus-Gefahren?<\/p>\n<p><strong>D\u00fcrr:<\/strong> Nein. Innerparteiliche Zusammenschl\u00fcsse sind v\u00f6llig in Ordnung, solange das gemeinsame Ziel stimmt. Dass Herr Kemmerich die FDP verlassen hat, bedaure ich nicht. Deutschland braucht keine weiteren zotigen Nischenangebote. Solche Formationen sind oft schrill, aber ohne echte Reformagenda. Man \u00fcberwindet den Status quo nicht, indem man einmal laut auf Instagram br\u00fcllt, sondern indem man konkrete Vorschl\u00e4ge macht und sie hart vertritt.<\/p>\n<p><strong>Frage:<\/strong> Die politischen R\u00e4nder wachsen. Wer ist gef\u00e4hrlicher \u2013 AfD-Chefin Alice Weidel oder die Linksparteichefin Heidi Reichinnek?<\/p>\n<p><strong>D\u00fcrr:<\/strong> Mir f\u00e4llt es schwer, da Grade der Gef\u00e4hrlichkeit zu vergeben. Ehrlich gesagt finde ich beide als Pers\u00f6nlichkeiten eher l\u00e4cherlich. Gef\u00e4hrlich ist, dass die Status-quo-Parteien keine Antwort auf den Frust vieler Menschen haben. Die Leute w\u00e4hlen Extremisten nicht, weil sie selbst extrem geworden sind, sondern weil sie verzweifelt sind, dass sich nichts \u00e4ndert. Deswegen sage ich: Ich will keine Status-quo-Partei mehr sein.<\/p>\n<p><strong>Frage:<\/strong> Wie gehen Sie mit der sogenannten Brandmauer um?<\/p>\n<p><strong>D\u00fcrr:<\/strong> Ich halte die Brandmauer-Debatte f\u00fcr teilweise absurd und f\u00fchre sie deshalb nicht. Sie ist immer kostenlose Werbung f\u00fcr die AfD \u2013 eine Partei, die wirtschaftspolitisch teilweise linkere Vorstellungen hat als die Linkspartei, etwa bei der Rente. Mit einer Partei, die linksextreme Sozialstaatsideen im nationalistischen Gewand vertritt, kann man nicht arbeiten. Aber wir m\u00fcssen weg von reiner Moralrhetorik und klar sagen: Das, was die AfD will, ist wirtschaftlich irre \u2013 von der Au\u00dfenpolitik ganz zu schweigen.<\/p>\n<p><strong>Frage:<\/strong> Das FDP-Comeback nach 2013 war eng mit Christian Lindners Pers\u00f6nlichkeit verbunden. Trauen Sie sich eine \u00e4hnliche Rolle zu?<\/p>\n<p><strong>D\u00fcrr:<\/strong> Die Rolle ist heute eine andere. Damals ging es stark um ein anderes Auftreten \u2013 heute geht es um harte inhaltliche Entscheidungen: in der Migrationspolitik, der Bildung, beim Arbeitsrecht, bei der Frage, wie viel Deregulierung wir uns zutrauen, etwa bei K\u00fcnstlicher Intelligenz. Wir m\u00fcssen viel mehr wagen und als FDP viel konkreter sagen, was wir \u00e4ndern wollen. 2013 lebte Deutschland noch von den Schr\u00f6der-Reformen. Heute stehen wir vor einem echten Abstieg. Deswegen reicht es nicht, nur anders aufzutreten \u2013 deshalb machen wir klare Reformvorschl\u00e4ge f\u00fcr dieses Land.<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Christian D\u00fcrr, FDP-Bundesvorsitzender gab der \u201eWELT am Sonntag\u201c und \u201ewelt.de\u201c das folgende Interview. Die Fragen stellte Thorsten Jungholt. 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