{"id":5016,"date":"2022-03-31T15:24:39","date_gmt":"2022-03-31T13:24:39","guid":{"rendered":"https:\/\/fdp-aktiv.de\/blog\/?p=5016"},"modified":"2022-03-31T15:28:52","modified_gmt":"2022-03-31T13:28:52","slug":"hessen-freie-demokraten-fordern-umdenken-in-der-landwirtschaft","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/fdp-aktiv.de\/blog\/2022\/03\/31\/hessen-freie-demokraten-fordern-umdenken-in-der-landwirtschaft\/","title":{"rendered":"Hessen: Freie Demokraten fordern Umdenken in der Landwirtschaft"},"content":{"rendered":"<ul>\n<li><strong>Ukraine-Krieg f\u00fchrt zu Ernte- und Exportausf\u00e4llen<\/strong><\/li>\n<li><strong>Alle Produktionskapazit\u00e4ten m\u00fcssen genutzt werden<\/strong><\/li>\n<li><strong>Auf Brachfl\u00e4chen und Unterd\u00fcngung verzichten<\/strong><\/li>\n<\/ul>\n<figure id=\"attachment_5019\" aria-describedby=\"caption-attachment-5019\" style=\"width: 800px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/fdp-aktiv.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/nature-3116764_1280.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-large wp-image-5019\" src=\"https:\/\/fdp-aktiv.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/nature-3116764_1280-1024x467.jpg\" alt=\"\" width=\"800\" height=\"365\" srcset=\"https:\/\/fdp-aktiv.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/nature-3116764_1280-1024x467.jpg 1024w, https:\/\/fdp-aktiv.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/nature-3116764_1280-300x137.jpg 300w, https:\/\/fdp-aktiv.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/nature-3116764_1280-768x350.jpg 768w, https:\/\/fdp-aktiv.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/nature-3116764_1280.jpg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-5019\" class=\"wp-caption-text\">Bild von <a href=\"https:\/\/pixabay.com\/de\/users\/ritae-19628\/?utm_source=link-attribution&amp;utm_medium=referral&amp;utm_campaign=image&amp;utm_content=3116764\">RitaE<\/a> auf <a href=\"https:\/\/pixabay.com\/de\/?utm_source=link-attribution&amp;utm_medium=referral&amp;utm_campaign=image&amp;utm_content=3116764\">Pixabay<\/a><\/figcaption><\/figure>\n<p>\u201eWir k\u00f6nnen aus Hessen heraus nicht die Welt ern\u00e4hren, aber wir haben die Pflicht, unseren Beitrag dazu zu leisten\u201c, mahnt Wiebke KNELL, landwirtschaftspolitische Sprecherin der Freien Demokraten im Hessischen Landtag, und fordert eine Wende in der Landwirtschaftspolitik. Vor dem Hintergrund des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine, in dessen Folge von Ernteausf\u00e4llen beziehungsweise Exportausf\u00e4llen von Weizen sowie\u00a0Mais, Sonnenblumen, Zuckerr\u00fcben, Gerste, Soja und Raps auszugehen ist, haben die Freien Demokraten die Ern\u00e4hrungssicherheit heute zu ihrem Schwerpunktthema im Landtag gemacht. \u201eDie Situation belastet in Europa die Portemonnaies der B\u00fcrger. In den armen und \u00e4rmsten Teilen der Welt belastet sie aber die M\u00e4gen der Menschen. Es ist jetzt an der Zeit,\u00a0alle Produktionskapazit\u00e4ten zu nutzen\u201c, erkl\u00e4rt Knell und schl\u00e4gt sowohl kurzfristige als auch mittelfristige Ma\u00dfnahmen vor.<\/p>\n<p>\u201eDie EU bezahlt Landwirte daf\u00fcr, dass sie Fl\u00e4chen nicht bewirtschaften\u201c, erkl\u00e4rt Knell mit Blick auf stillgelegte Fl\u00e4chen, f\u00fcr deren Nicht-Bewirtschaftung Landwirte EU-Beihilfen bekommen. \u201eWenn diese Fl\u00e4chen f\u00fcr den Anbau von Getreide freigegeben w\u00fcrden, k\u00f6nnten wir bei einem Ertrag von 3,5 Tonnen Weizen pro Hektar deutschlandweit zus\u00e4tzlich 1,26 Millionen Tonnen Weizen erzeugen.\u201c Bundesweit sind laut einer Erhebung von 2020 knapp 360.000 Hektar stillgelegt, in Hessen waren es im vergangenen Jahr mehr als 18.000 Hektar. Letzteres entspricht 25.000 Fu\u00dfballfeldern. \u201eAlles was man tun muss, ist, Landwirten zu erlauben, ihre eigenen Fl\u00e4chen zu bewirtschaften.\u201c In der EU gebe es mittlerweile Bewegung, was die Brachfl\u00e4chen angehe, nun m\u00fcsse aber auch von der Landesregierung ein entsprechendes Signal kommen. Gleicherma\u00dfen fordert Knell als kurzfristige Ma\u00dfnahme ein Umdenken in Bezug auf die sogenannten roten Gebiete, in denen, kurz gefasst, weniger ged\u00fcngt werden darf. Diese Unterd\u00fcngung habe zu niedrigeren Ertr\u00e4gen und schlechterer Qualit\u00e4t der Ernte gef\u00fchrt. \u201eDeswegen ist auch das eine Ma\u00dfnahme, die wir uns zumindest tempor\u00e4r gar nicht leisten k\u00f6nnen\u201c, betont die landwirtschaftspolitische Sprecherin.<\/p>\n<p>Knell erg\u00e4nzt: \u201eMittelfristig muss au\u00dferdem neu dar\u00fcber nachgedacht werden, ob es in einer Situation, in der wir maximale Ertr\u00e4ge brauchen, sinnvoll ist, ein planwirtschaftliches Ziel von 25 Prozent \u00d6kolandbau bis 2025 in Hessen zu verfolgen, obwohl dieser ertragsschw\u00e4cher ist. Schlie\u00dflich wird auch konventionelle Landwirtschaft\u00a0durch Forschung und Innovation immer \u00f6kologischer.\u00a0Dass wir \u00fcberhaupt noch einen politischen Unterschied machen, ist nicht mehr zeitgem\u00e4\u00df.\u201c Als\u00a0mittelfristiges Ziel benennen die Freien Demokraten dar\u00fcber hinaus eine Neubewertung dessen, was in der europ\u00e4ischen Agrarpolitik in Planung ist. \u201eEs w\u00e4re jetzt Zeit f\u00fcr eine starke Stimme Hessens f\u00fcr die Landwirtschaft, zum Beispiel durch eine Bundesratsinitiative\u201c, sagt Knell und fordert zum einen den Verzicht auf weitere Beschr\u00e4nkungen f\u00fcr die Landwirtschaft, zum anderen die Aufnahme der Ern\u00e4hrungssicherheit in den Green Deal. \u201eLebensmittel zu produzieren, ist die ureigene Aufgabe der Landwirtschaft.\u00a0Wir brauchen keine staatlich finanzierten Landschaftsg\u00e4rtner, sondern unternehmerische Landwirte, die damit ihr Geld verdienen, dass sie Nahrungsmittel erzeugen\u201c, erkl\u00e4rt Knell.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ukraine-Krieg f\u00fchrt zu Ernte- und Exportausf\u00e4llen Alle Produktionskapazit\u00e4ten m\u00fcssen genutzt werden Auf Brachfl\u00e4chen und Unterd\u00fcngung verzichten \u201eWir k\u00f6nnen aus Hessen heraus nicht die Welt ern\u00e4hren, aber wir haben die Pflicht, [&#8230;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[55,410],"tags":[2171,635,2170,2173,2172],"class_list":["post-5016","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-finanzen","category-landwirtschaft","tag-bewirtschaftungen","tag-fdp-hessen","tag-kapazitaeten","tag-oekolandbau","tag-wiebke-knell"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/fdp-aktiv.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5016","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/fdp-aktiv.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/fdp-aktiv.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/fdp-aktiv.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/fdp-aktiv.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=5016"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/fdp-aktiv.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5016\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":5020,"href":"https:\/\/fdp-aktiv.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5016\/revisions\/5020"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/fdp-aktiv.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=5016"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/fdp-aktiv.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=5016"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/fdp-aktiv.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=5016"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}