{"id":6055,"date":"2022-07-04T20:30:30","date_gmt":"2022-07-04T18:30:30","guid":{"rendered":"https:\/\/fdp-aktiv.de\/blog\/?p=6055"},"modified":"2022-07-04T21:02:52","modified_gmt":"2022-07-04T19:02:52","slug":"djir-sarai-stark-watzinger-statement-wir-verlieren-zu-viele-fachkraefte-an-das-ausland","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/fdp-aktiv.de\/blog\/2022\/07\/04\/djir-sarai-stark-watzinger-statement-wir-verlieren-zu-viele-fachkraefte-an-das-ausland\/","title":{"rendered":"DJIR-SARAI\/STARK-WATZINGER-Statement: Wir verlieren zu viele Fachkr\u00e4fte an das Ausland"},"content":{"rendered":"<div class=\"clearfix text-formatted field field--name-body field--type-text-with-summary field--label-hidden field__item\">\n<p>Im Anschluss an die Beratungen des Pr\u00e4sidiums der Freien Demokraten gaben FDP-Generalsekret\u00e4r Bijan Djir-Sarai und das Pr\u00e4sidiumsmitglied Bettina Stark-Watzinger die folgenden Statements ab.<\/p>\n<p><strong>Djir-Sarai:<\/strong><\/p>\n<figure id=\"attachment_4020\" aria-describedby=\"caption-attachment-4020\" style=\"width: 800px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/fdp-aktiv.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/bijan.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-large wp-image-4020\" src=\"https:\/\/fdp-aktiv.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/bijan-1024x1024.jpg\" alt=\"\" width=\"800\" height=\"800\" srcset=\"https:\/\/fdp-aktiv.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/bijan-1024x1024.jpg 1024w, https:\/\/fdp-aktiv.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/bijan-300x300.jpg 300w, https:\/\/fdp-aktiv.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/bijan-150x150.jpg 150w, https:\/\/fdp-aktiv.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/bijan-768x767.jpg 768w, https:\/\/fdp-aktiv.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/bijan-400x400.jpg 400w, https:\/\/fdp-aktiv.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/bijan.jpg 1200w\" sizes=\"auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-4020\" class=\"wp-caption-text\">Bijan Djir-Sarai<\/figcaption><\/figure>\n<p>Sch\u00f6nen guten Tag, meine Damen und Herren, vielen Dank f\u00fcr Ihre Anwesenheit. Wir haben heute im FDP-Pr\u00e4sidium \u00fcber die aktuelle politische Lage, \u00fcber die aktuellen Themen diskutiert und beraten. Wir haben dabei einen Beschluss gefasst mit dem Titel \u201eFachkr\u00e4ftemangel bek\u00e4mpfen, <a href=\"https:\/\/fdp-aktiv.de\/blog\/2021\/01\/29\/fdp-forderung-einwandungspolitik\/\" data-internallinksmanager029f6b8e52c=\"7\" title=\"FDP Forderung Einwanderungs- und Fl\u00fcchtlingspolitik\">Einwanderungspolitik<\/a> neu ausrichten\u201c. Dazu wird gleich meine Kollegin Bettina Stark-Watzinger sprechen. Ich werde vorab einige Anmerkungen zum Thema Konzertierte Aktion des Bundeskanzlers machen. Wie Sie wissen, startet heute die konzertierte Aktion gegen die Preissteigerungen. Der Bundeskanzler strebt einen l\u00e4ngerfristigen Prozess an. Es ist nicht falsch, den Dialog mit Gewerkschaften, Arbeitgebern, Bundesbank und Wissenschaftlern systematisch und zielorientiert zu f\u00fchren. Die steigende Preise, insbesondere die steigende Energiepreise machen uns alle gro\u00dfe Sorgen. Eine Debatte \u00fcber h\u00f6here Steuern und h\u00f6here Staatsausgaben halten wir trotzdem f\u00fcr falsch. Steuererh\u00f6hungen w\u00e4ren in dieser Situation toxisch f\u00fcr unser Land und f\u00fcr unsere gesamte Volkswirtschaft. Inflation bek\u00e4mpft man nicht mit Steuererh\u00f6hungen und mehr Staatsausgaben, Inflation bek\u00e4mpft man mit soliden Finanzen, also mit einer soliden Finanzpolitik. Das bedeutet die R\u00fcckkehr zur Schuldenbremse. Das ist aus unserer Sicht nach wie vor au\u00dferordentlich wichtig. Ebenso wie die Abschaffung der sogenannten kalten Progression als Instrument gerade in dieser Zeit. Denn es kann nicht sein, dass jemand, der eine Gehaltserh\u00f6hung bekommt, nichts davon merkt, weil diese Gehaltserh\u00f6hung aufgezehrt wird. Das ist aus unserer Sicht v\u00f6llig falsch. Wir sollten uns nicht nur mit den Folgen der Inflation besch\u00e4ftigen, sondern viel mehr mit den Ursachen auseinandersetzen.<\/p>\n<p><strong>Stark-Watzinger:\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>Meine sehr geehrten Damen und Herren! Krieg in Europa, digitale Transformation, Kampf gegen den Klimawandel und Pandemiebek\u00e4mpfung\u00a0\u2013\u00a0all das geht nur mit K\u00f6pfen. Wir sehen die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Herausforderungen und deswegen muss unser Land genug Fachkr\u00e4fte haben, um sich diesen Herausforderungen zu stellen. Wir sehen den demografischen Wandel. Wir sehen auch eine Ver\u00e4nderung im Skill-Shift. Aber wir sehen vor allen Dingen auch, dass wir noch zu viele Fachkr\u00e4fte an das Ausland verlieren. Wir haben eine Netto-Abwanderung. Es ist also h\u00f6chste Zeit, dass wir hier gegensteuern und aktiv werden. Das hat etwas mit Wettbewerbsf\u00e4higkeit, mit der Wirtschaft zu tun. Es hat aber auch mit unserem Staatshaushalt zu tun. Denn es ist ganz klar, die Zahlen zeigen es: Schon nach kurzer Zeit zahlen eingewanderte Fachkr\u00e4fte in die Sozialkassen ein. Das hei\u00dft, sie helfen uns, die Herausforderung zu stemmen. In einem klassischen Einwanderungsland mit circa 500.000 Personen netto pro Jahr sind das mehrere Milliarden mehr in den Staatskassen. McKinsey und der Stifterverband haben dazu Zahlen vorgelegt. Es fehlen IT-Kr\u00e4fte, es fehlen Techies. Es fehlen aber auch Pflegekr\u00e4fte und es fehlen LKW-Fahrer. Wir sprechen hier \u00fcber eine ganze Bandbreite. Und wenn vor zehn Jahren noch vereinzelt am Auto stand: Kollege\/Kollegin gesucht, dann ist das heute \u00fcberall. Hier m\u00fcssen wir gegensteuern.<\/p>\n<p>Die ersten Schritte wurden von der Regierung gemacht, durch die Entfristung bew\u00e4hrter Regelungen im Rahmen des Migrationspaktes, oder Erleichterungen beim Nachzug von Familienmitgliedern, bei IT-Kr\u00e4ften und anderen Fachkr\u00e4ften oder das Aufenthaltsrecht zur Bek\u00e4mpfung von Kettenduldungen und zur Erleichterung f\u00fcr Bleiberechtsregelung. Das ist gut, denn es muss einen Unterschied machen, ob jemand in unser Land kommt und sich anstrengt, einbringt und auch hier seinen Beitrag leisten m\u00f6chte. Und deswegen sind das gute Ma\u00dfnahmen. Nichtsdestotrotz, das sind erste Schritte. Das sind Pflaster. Wir m\u00fcssen grundlegend an das Einwanderungsrecht dran, zum Beispiel mit der Entfristung bew\u00e4hrter Ans\u00e4tze wie der Westbalkan-Regelungen, aber auch mit einer Chancenkarte auf Punktebasis, damit man auch zur Jobsuche zu uns kommen kann. Und das zweite ist, dass wir die Blue Card f\u00fcr die Nicht-akademischen Berufe \u00f6ffnen, denn es fehlen wirklich \u00fcberall die Kr\u00e4fte.<\/p>\n<p>Wir stehen im Wettbewerb mit anderen L\u00e4ndern. Und deswegen ist es wichtig, dass wir attraktiv sein m\u00fcssen. Das hei\u00dft, wir m\u00fcssen uns dort, wo es darum geht, die Menschen zu erreichen, die zu uns kommen sollen, als Servicestellen verstehen. Die Ausl\u00e4nderbeh\u00f6rden und die Botschaften sind gefordert, sich als Aush\u00e4ngeschilder zu Verstehen. Schnelle Visavergabe, Digitalisierung der Visavergabe, schnelle Anerkennung der Berufsabschl\u00fcsse \u2013 auch hier passiert noch zu viel auf Papier. Da k\u00f6nnen wir viel schneller sein. Gerade in den Berufen, bei denen kein regulierter Zugang Besteht. Ein Sonderbevollm\u00e4chtigter der Bundesregierung k\u00f6nnte hier sehr viel leisten. Eine ganz gro\u00dfe H\u00fcrde, gerade zum Anfang oder wenn es um die Attraktivit\u00e4t geht, ist nat\u00fcrlich die Sprache. Hier geht es darum, dass wir in der Verwaltung Englisch als zweite Sprache einf\u00fchren, damit die Menschen, die zu uns kommen, auch den Zugang finden. Das Signal muss sein: Wir sind ein Einwanderungsland, wir wollen das. Wir wollen die Vielfalt. Und wir wollen die Menschen, die mit uns anpacken.<\/p>\n<\/div>\n<p><iframe loading=\"lazy\" title=\"Pressekonferenz mit Bijan Djir-Sarai und Bettina Stark-Watzinger\" width=\"800\" height=\"450\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/rR-QfIWrs1o?feature=oembed\" frameborder=\"0\" allow=\"accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture\" allowfullscreen><\/iframe><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im Anschluss an die Beratungen des Pr\u00e4sidiums der Freien Demokraten gaben FDP-Generalsekret\u00e4r Bijan Djir-Sarai und das Pr\u00e4sidiumsmitglied Bettina Stark-Watzinger die folgenden Statements ab. 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