Aufgrund der gedrosselten Gas-Lieferungen aus Russland hat die Bundesregierung die Alarmstufe im „Notfallplan Gas“ ausgerufen. Diese Maßnahme verdeutlicht einmal mehr die Verletzlichkeit und Abhängigkeit Deutschlands von ausländischer fossiler Energie. In einem Dringlichkeitsantrag fordert die FDP-Landtagsfraktion die bayerische Staatsregierung daher auf, sämtliche Optionen für die Gas-Förderung im Freistaat zu ermöglichen. Dazu der energie- und wirtschaftspolitische Sprecher der FDP-Fraktion Albert Duin:

„Die seit Jahren tolerierte Abhängigkeit Deutschlands von russischem Gas bedroht unseren Wohlstand in Bayern. Der nächste Winter wird eine immense Belastungsprobe für alle Bürger und Unternehmen. Aufgrund der gedrosselten Gas-Lieferungen aus Russland erreichen die Projektionen für die gesetzlich vorgegebenen Füllstände der Gas-Speicher in keinem durchgerechneten Szenario eine Versorgungssicherheit.
Solange Russland die Gas-Lieferungen als Waffe einsetzt, sollten wir alle Möglichkeiten zur einheimischen Gas-Förderung in Erwägung ziehen. Dabei dürfen wir uns keine Denkverbote auferlegen. Alle Optionen müssen auf den Tisch! Dies gilt auch für eine sorgfältige Prüfung der Gas-Förderung durch Fracking. Parteipolitische Grundsatzentscheidungen oder ideologische Scheuklappen helfen uns auf dem Weg in die Energieunabhängigkeit nicht weiter.
Sollte die Wissenschaft nach einer intensiven Gefahrenabschätzung und Umweltverträglichkeitsprüfung sowie einer Potential- und Effizienzanalyse zu dem Ergebnis kommen, dass eine sichere Fracking-Förderung möglich ist, dürfen wir uns dem nicht verschließen. Beim importierten Fracking-Gas aus den USA haben wir ja auch keine Bedenken. Bis unsere Energiepolitik wieder festen Boden unter die Füße bekommt, werden noch Jahre vergehen. Da müssen wir jeden sicheren Strohhalm ergreifen, der sich uns bietet.“
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