Bayern – KÖRBER: Bernreiter flüchtet sich zu Stammstrecken-Debakel in billige Ausreden und Ablenkungsmanöver

Zwei Wochen nach Bekanntwerden der mutmaßlich jahrelangen Verspätung und Kostenexplosion bei der 2. Münchner Stammstrecke hat Verkehrsminister Christian Bernreiter heute dem Verkehrsausschuss des Bayerischen Landtags einen Lagebericht der Staatsregierung abgegeben. Dazu der verkehrspolitische Sprecher der FDP-Landtagsfraktion Sebastian Körber:

Sebastian Körber, FDP

„Seinen Auftritt im Verkehrsausschuss hätte sich Christian Bernreiter sparen können. Statt für Klarheit und Transparenz zu sorgen, flüchtete sich der Verkehrsminister nur in billige Ausreden und Ablenkungsmanöver. Es ist aber völlig unglaubwürdig, dass sein Verkehrsministerium erst jetzt vom gesamten Ausmaß des Stammstrecken-Debakels erfahren haben will.

Vom Planungsbeginn, über den Baustart bis hin zur Projektbegleitung und zum Controlling war seit jeher auf Landesebene immer die CSU in Verantwortung. Und der verkehrspolitische Sprecher der CSU-Fraktion Jürgen Baumgärtner hat heute in einem Interview bestätigt, dass er sowohl seine Fraktion als auch Ministerpräsident Markus Söder sowie die damalige Verkehrsministerin Kerstin Schreyer bereits vor 18 Monaten auf die Kostensteigerungen und Verzögerungen hingewiesen habe.

Die Staatsregierung muss sich endlich zu ihrem Projekt und ihren Fehlern bekennen, anstatt immer nur mit dem Finger nach Berlin zu zeigen. Dieses schäbige Schmierentheater muss ein Ende haben. Söder und Bernreiter sind es vor allem den leidgeplagten S-Bahn-Fahrern schuldig, die seit Jahren auf Verbesserungen im überlasteten Münchner Nahverkehr hoffen. Daher müssen schnellstmöglich alle Fakten auf den Tisch.“

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