FISCHBACH zum IQB-Bildungstrend 2021: Abwärtstrend alarmiert, wir brauchen echten Aufholplan für Bayern

Heute wurde der IQB-Bildungstrend 2021 vorgestellt. Dieser untersucht, wie gut Viertklässler lesen, schreiben und rechnen können. Die Experten des Instituts zur Qualitätsentwicklung im Bildungswesen (IQB) erheben dazu auch nationale Vergleiche. Bayern erreicht demnach zwar im Ländervergleich gute Ergebnisse, allerdings ist in den meisten Kompetenzbereichen ein Abwärtstrend zu verzeichnen. Dieser hat sich seit dem Betrachtungszeitraum 2011 bis 2016 sogar weiter verstärkt. Dazu Matthias Fischbach, bildungspolitischer Sprecher der FDP-Landtagsfraktion:

Matthias Fischbach

„Die Ergebnisse des IQB-Bildungstrends 2021 sind alarmierend. Der Trend in Deutschland zeigt deutlich nach unten – auch für Bayern. Die bayerische Staatsregierung hat es nicht geschafft, das Ruder herumzureißen. Es ist zu befürchten, dass der vorgelegte Bildungstrend von 2021 nur die Spitze des Eisbergs abbildet. Denn auch noch im folgenden Schuljahr konnte der Unterricht oft nur mit starken Einschränkungen stattfinden. Es zeigt sich aber jetzt schon, dass die Lücken besonders ausgeprägt sind, wenn das Elternhaus nicht ausreichend unterstützen konnte.

Ich erwarte nun von der Staatsregierung, dass sie das Aufholen nach Corona entschiedener angeht. Das bislang eingerichtete Aufholprogramm ‚gemeinsam.Brücken.bauen‘ überzeugt mich nicht. Es ist eher ein morsches Holzkonstrukt als eine stabile Brücke aus der Krise. Die Mittel werden auch relativ zaghaft abgerufen, wie eine Anfrage von mir im Sommer ergeben hat. Die stark befristeten Beschäftigungsangebote waren für Sommerlehrer und Differenzierungskräfte unattraktiv. Der Aufwand für Personalbeschaffung, Verträge und Abrechnung stand in keinem Verhältnis zum Nutzen. Von der verspäteten Auszahlung durch die Schulverwaltung ganz zu schweigen.

Es braucht deshalb endlich ein dauerhaftes Personalbudget für die Schulen, um bessere individuelle Förderung zu realisieren – und einen konsequenten Aufholplan für Bayern. Denn Einzelmaßnahmen werden diese Lücken nicht mehr schließen können. Als Liberale fordern wir dazu eine erfolgsorientierte Schul- und Unterrichtsentwicklung. Nur mit gezielter Evaluation und Ergebnismessung können die Maßnahmen effektiv aufeinander abgestimmt und weiter verbessert werden.“

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