FISCHBACH: Alternativen zur Lehrer-Verbeamtung müssen auch in Bayern geprüft werden

Der BR berichtet heute, dass der Steuerzahlerbund den Beamtenstatus in einigen Bereichen der öffentlichen Verwaltung in Frage stellt. Etwa im Schul- und Lehrbetrieb gehöre der Status völlig auf den Prüfstand, so Verbandspräsident Holznagel. Dazu der bildungspolitische Sprecher der FDP-Fraktion im Bayerischen Landtag Matthias Fischbach:

Matthias Fischbach

„Der Vorstoß des Steuerzahlerbunds muss auch in Bayern ernsthaft mit Blick auf neue Verbeamtungen diskutiert werden. Für die Pensionskosten von weit über 100.000 Lehrkräften in Bayern gibt es nicht ansatzweise eine ausreichende Vorsorge im Staatshaushalt. Das muss sich ändern und hierfür endlich ein ausreichender Kapitalstock angespart werden. Außerdem ist das Beamtensystem ein Hemmschuh für eine leistungsgerechte Entlohnung guter Lehrkräfte. Gerade junge Lehrkräfte werden aufgrund des beamtenrechtlichen Rahmens fast ausschließlich mittelmäßig bewertet – trotz hervorragender Leistungen. Das ist ein absoluter Motivationskiller. Genauso schreckt das Beamtensystem auch all diejenigen ab, die nicht vom Kultusministerium zur Stellenbesetzung im ganzen Land herumgeschickt werden wollen. Wir brauchen uns nicht über den Lehrkräftemangel wundern. Deshalb müssen wir unseren Lehrkräften endlich anbieten, dass sie sich direkt bei einer Wunschschule für ein finanziell gleichwertiges Angestelltenverhältnis ohne Kettenbefristungen bewerben können.“

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert