Hamburg – Kruse: Kein Licht am Ende des Tunnels – Senat muss teure Zukunft für Hamburgs Fernwärme abwenden

Zu den Plänen des Senats für ein neues Gaskraftwerk erklärt Michael Kruse, MdB:

FDP Michael Kruse
FDP Michael Kruse, Hamburg, 08.07.2021

„Der Senat muss die Pläne für sein neues Gaskraftwerk stoppen. Der Einkaufspreis von Gas hat sich seit dem russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine verachtfacht. Die Berechnungsgrundlage für das Gaskraftwerk auf der Dradenau ist nicht mehr gültig. Mit der Realisierung eines Gaskraftwerks werden die Kosten für die Fernwärme in Hamburg explodieren. Die Fernwärme könnte damit drei bis viermal so teuer werden wie derzeit. Zudem ist es höchst unseriös, für die Fernwärme gerade zum Zeitpunkt einer drohenden Gasmangellage ein Gaskraftwerk zu bauen. In Deutschland werden gerade reihenweise alte Kohlekraftwerke reaktiviert, um für die kommenden Winter gut gerüstet zu sein. Die Reaktivierung eines der beiden Kraftwerksblöcke in Moorburg wäre ökologisch wesentlich nachhaltiger und mit der Auskopplung von Wärme aus diesem Block wäre die Fernwärmeversorgung des Hamburger Westens zu guten finanziellen Konditionen gesichert. Der Senat sollte seine ideologischen Bedenken beiseite legen und diesen Weg gehen.“

 

 

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